Einfamilienhaus mit Photovoltaik und Wärmepumpe in der Abenddämmerung
Ratgeber · Wärmepumpe

Wärmepumpe richtig auswählen: 7 Fragen vor dem Angebot

Nicht die höchste Leistung und nicht der niedrigste Preis entscheiden, sondern die Passung zu Ihrem Haus. Klären Sie diese sieben Fragen, bevor Sie ein Angebot anfordern – eine richtig dimensionierte Wärmepumpe spart zweistellige Prozente.

Aktualisiert 2026 · 7 Min. Lesezeit · Richtwerte fürs Einfamilienhaus

23.000+
Installationen
4,9/5
Kundenbewertung
4 Wochen
vom Anruf zum Montagetermin
30 Jahre
Garantie auf Komponenten*

*Bis zu 30 Jahre Garantie auf Komponenten und Leistung nach Herstellerbedingungen; für die Montage gilt die vertragliche Gewährleistung.

Bevor Sie ein Angebot anfordern

Sieben Fragen, die über Kosten und Komfort entscheiden

Die Reihenfolge ist kein Zufall: Es beginnt damit, wie viel Wärme das Haus tatsächlich braucht, und endet bei Kosten und Förderung. Gehen Sie die Fragen der Reihe nach durch.

Frage 1 · Die Grundlage

1. Wie hoch ist die Heizlast Ihres Hauses?

Die Heizlast (in kW) sagt, wie viel Wärme das Haus am kältesten Tag des Jahres braucht. Von ihr hängt die Leistung der Wärmepumpe ab – ohne sie ist jede Auswahl nur eine Schätzung.

Grob lässt sich die Heizlast aus dem Jahresverbrauch ableiten (kWh Gas, Liter Heizöl oder Pellets pro Heizsaison). Genau wird sie raumweise nach DIN EN 12831 berechnet – das übernehmen wir kostenlos beim Vor-Ort-Termin.

  • Dämmung von Außenwänden und Dach
  • Art und Alter der Fenster (zweifach vs. dreifach verglast)
  • Beheizte Fläche und Raumhöhe
  • Klimaregion und Normaußentemperatur
Heizlast kostenlos berechnen lassen
Einfamilienhaus mit Wärmepumpe – die Heizlast hängt von Dämmung, Fenstern und Fläche ab
Frage 2 · Wärmequelle

2. Luft-Wasser oder Sole-Wasser? Den Typ wählen

Drei Grundtypen, je nachdem, woher die Wärme kommt. Für die meisten Einfamilienhäuser ist Luft-Wasser die sinnvollste Wahl – und unsere Standardkonfiguration.

Luft-Wasser

Empfohlen für die meisten EFH

Zieht Wärme aus der Außenluft. Niedrigste Anschaffungskosten, Montage ohne Bohrung, zuverlässig auch bei Frost. Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis fürs übliche Einfamilienhaus.

Sole-Wasser

Effizienter, teurer

Bezieht Wärme aus dem Erdreich über Bohrung oder Flächenkollektor. Höhere Effizienz im Winter, aber deutlich höhere Investition und Eingriff ins Grundstück.

Wasser-Wasser

Nische – Brunnen nötig

Höchste Effizienz, braucht aber einen ergiebigen Brunnen und eine wasserrechtliche Erlaubnis. Nur für geeignete Standorte.

Orientierende Empfehlung – den passenden Typ bestätigen wir anhand Ihres Grundstücks und Hauses.

Förder-Check

Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus?

Ein paar Fragen zu Haus und Heizung – Sie sehen sofort Fördersatz und Preis nach Förderung. Ein Berater meldet sich innerhalb von 24 Stunden.

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Frage 3 · Dimensionierung

3. Welche Leistung brauchen Sie – und warum nicht mehr?

„Je größer, desto besser“ ist ein Mythos. Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet ständig, verschleißt und heizt teurer; eine unterdimensionierte schafft die kältesten Tage nicht ohne Heizstab.

Die richtige Leistung folgt aus Heizlast und Warmwasserbedarf, mit einem definierten Bivalenzpunkt. Das ist Facharbeit – und genau hier passieren die häufigsten Fehler. Für typische Hausgrößen bieten wir vordimensionierte Festpreis-Pakete.

Konkret: Ein Haus mit 8 kW Heizlast und Bivalenzpunkt −5 °C wird üblicherweise auf rund 7 kW ausgelegt. Das restliche Kilowatt liefert der Heizstab – laut Fraunhofer-Feldtest nur in rund 2 % der kältesten Stunden.

Richtwert: Eine gut ausgelegte Wärmepumpe deckt über 90 % des Jahreswärmebedarfs ohne Heizstab.

Pakete mit Festpreis ansehen
Außengerät einer Wärmepumpe, korrekt für ein Einfamilienhaus dimensioniert
Frage 4 · Effizienz

4. COP, SCOP und JAZ – auf welche Zahlen achten

Der COP ist die Leistungszahl in einem Betriebspunkt: Aus 1 kWh Strom werden 3–5 kWh Wärme. Die Jahresarbeitszahl (JAZ, im Datenblatt SCOP) ist der Durchschnitt übers Jahr – und für Ihre Heizkosten die wichtigere Zahl.

3–5
COP: kWh Wärme je kWh Strom
3,0–3,5
JAZ im sanierten Altbau
4,5–5,0
JAZ im Neubau mit Fußbodenheizung
≥ 3,0
JAZ-Mindestwert für die KfW-Förderung

Richtwerte – COP und JAZ gelten nur für konkrete Temperaturbedingungen. Vergleichen Sie nur Zahlen, die unter gleichen Bedingungen gemessen wurden.

Häufiger Verkäufertrick: Im Prospekt steht ein COP bei A7/W35 (+7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauf). Ihr Haus braucht im Winter aber die Leistung bei A−7/W35 oder W55 – dort ist der Wert deutlich niedriger. Fragen Sie immer nach den Messbedingungen.

Förder-Check

Datenblätter unter gleichen Bedingungen vergleichen?

Wir legen Ihnen Viessmann, Buderus und Schlieger nebeneinander – mit den Messpunkten, die für Ihr Haus zählen. Starten Sie mit dem Förder-Check.

Förder-Check starten
Frage 5 · Kompatibilität

5. Passt die Wärmepumpe zu Ihrem Heizsystem?

Die häufigste Sorge bei der Sanierung. Die Regel: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Fußbodenheizung (~35 °C) ist ideal; vorhandene Heizkörper funktionieren meist bis 55 °C, Hochtemperaturmodelle wie die Buderus WLW186i liefern bis 75 °C.

Der 55-°C-Test: Begrenzen Sie am kältesten Tag die Vorlauftemperatur Ihres Kessels auf 55 °C. Bleibt es warm, passt die Wärmepumpe ohne Heizkörpertausch. Sonst genügt meist der Tausch weniger Heizkörper in kritischen Räumen.

  • Fußbodenheizung = idealer Niedertemperaturbetrieb
  • Vorhandene Heizkörper reichen meist bis 55 °C
  • Hochtemperaturmodelle liefern bis 75 °C Vorlauf
  • Oft genügt der Tausch einzelner Heizkörper
Heizungstausch mit vorhandenen Heizkörpern
Fußbodenheizung als Niedertemperatur-Heizsystem für die Wärmepumpe

Vorlauftemperatur nach Gebäudealter

GebäudetypVorlauftemperaturWas das für die Wärmepumpe bedeutet
Altbau mit Heizkörpern60–70 °CHöhere Temperatur = geringere Effizienz. Heizkörper prüfen, einzelne tauschen oder ein Hochtemperaturmodell wählen.
Neubau / saniert30–45 °CNiedertemperaturbetrieb = höchste Effizienz und niedrigste Kosten. Ideal für eine übliche Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Richtwerte – den tatsächlichen Bedarf prüfen wir beim Vor-Ort-Termin per Messung und Berechnung.

Frage 6 · Aufstellung

6. Wohin mit dem Außengerät – und wie laut ist es?

Das Außengerät braucht einen durchdachten Platz: Abstand zu Fenstern und Nachbargrundstück (Grenzabstand meist 3 m), freie Ausblasrichtung, festes Fundament und Kondensatablauf. Maßstab für die Lautstärke ist die TA Lärm: nachts max. 35 dB(A) am Nachbargrundstück im reinen Wohngebiet.

Moderne Geräte mit dem Kältemittel R290 laufen im Nachtmodus mit 28–35 dB(A) in drei Metern Abstand – leiser als ein Kühlschrank. Die Aufstellung ist Teil der Planung, nicht Improvisation am Montagetag.

  • Grenzabstand und Abstand zu Schlafzimmerfenstern
  • Festes Fundament und gelöster Kondensatablauf
  • Nachtmodus 28–35 dB(A) für Ruhe in den Schlafräumen
  • Schallprognose nach TA Lärm beim Vor-Ort-Termin
Aufstellort prüfen lassen
Außengerät einer Buderus-Wärmepumpe neben dem Hauseingang aufgestellt
Frage 7 · Kosten und Förderung

7. Was kostet es – und wie viel zahlt die KfW?

Entscheidend ist der Komplettpreis inklusive Montage, nicht der Gerätepreis. Beispiel Schlieger X22 PRIME komplett installiert: Aktionspreis 27.600 € – nach 70 % KfW-Förderung 8.000 €, mit Einkommensbonus 5.200 €.

KfW 458: 30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (Anträge bis 31.01.2027) + bis 40 % Einkommensbonus, zusammen max. 80 % von 28.000 € förderfähigen Kosten. Wir stellen den Antrag – Sie unterschreiben erst nach der Förderzusage.

Festpreis, alles inklusive KfW 458 Antrag inklusive
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ab 10.000
nach Förderung – Beispiel Schlieger X22 PRIME, komplett installiert*

*Aktionspreis 27.600 € abzüglich KfW 458 (70 % von max. 28.000 € = 19.600 €; bei 80 % 22.400 €). Die verbindliche Höhe bestätigt die KfW mit der Zusage. Ihren Festpreis legen wir nach der Heizlastberechnung fest.

Schnelltest · 3 Fragen

Welche Leistung passt zu Ihrem Haus?

Drei kurze Fragen – Sie sehen sofort einen Richtwert für Typ, Leistung und Preis nach Förderung. Kein Angebot; die genauen Werte bestätigt die Heizlastberechnung.

Welches Haus beheizen Sie?
Welches Heizsystem haben Sie?
Wie groß ist die beheizte Fläche?
Kurz-Check

Was Sie vor der Bestellung klären sollten

Sieben Punkte zum Abhaken. Sind alle beantwortet, haben Sie die Grundlage für ein belastbares Angebot.

  • Berechnete Heizlast des Hauses (kW)
  • Gewählter Typ (Luft-Wasser als Standard)
  • Leistung passend zur Heizlast, nicht darüber
  • JAZ/SCOP unter vergleichbaren Bedingungen belegt
  • Heizkörper geprüft (55-°C-Test bestanden)
  • Aufstellort und Schall nach TA Lärm geklärt
  • Komplettpreis inkl. Montage und Fördersatz
Förder-Check

Alle sieben Punkte aus einer Hand

Heizlast, Auslegung, Heizkörper-Check, Aufstellort und KfW-Antrag – ein Berater, ein Festpreis. Starten Sie mit dem Förder-Check.

Förder-Check starten
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Auswahl der Wärmepumpe

Entscheidend sind Dimensionierung und Montagequalität. Auch eine Top-Marke heizt teuer, wenn sie falsch ausgelegt ist. Deshalb starten wir mit der Heizlast, nicht mit dem Logo.
Ja. Ein Neubau hat eine niedrige Heizlast und meist Fußbodenheizung, daher genügt weniger Leistung. Beim Altbau prüfen wir Dämmung, Heizkörper und Vorlauftemperatur genauer.
Die JAZ zeigt die Effizienz übers ganze Jahr, der COP nur einen Betriebspunkt. Im sanierten Altbau sind 3,0–3,5 realistisch, im Neubau 4,5–5,0; für die KfW-Förderung gilt JAZ ≥ 3,0.
Ja. Stiftung Warentest prüft in der Klimakammer bis −15 °C; der Heizstab springt laut Fraunhofer-Feldtest nur in rund 2 % der kältesten Stunden ein.
Das hängt vom Haus ab. Der Monoblock führt das Kältemittel nur außen und ist einfacher zu montieren, Split ist innen oft leiser. Wir empfehlen die passende Variante bei der Planung.
Bei sehr undichten, ungedämmten Häusern mit Hochtemperatur-Heizkörpern ist oft zuerst eine Teildämmung sinnvoll. Das prüfen wir vor Ort und sagen es offen.
Berechnung und Angebot kommen zügig nach dem Vor-Ort-Termin, der Montagetermin liegt in der Regel innerhalb von 4 Wochen. Die Montage selbst dauert meist 1–2 Tage.
Ja, alles aus einer Hand: Heizlast, Modell und Leistung, KfW-Antrag (Programm 458). Sie unterschreiben erst nach der Förderzusage.
Förder-Check

Lassen Sie die 7 Fragen kostenlos für sich beantworten

Heizlast, Auslegung und Fördersatz für Ihr Haus – ein Berater meldet sich innerhalb von 24 Stunden, kostenlos und unverbindlich.